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DiaTab

DiaTab 60:00 min 24 Aufgaben

Aufgabe 1 / 24

Die Menstruation beschreibt eine zyklisch wiederkehrende Blutung der Gebärmutter, unter anderem des Menschen. Bei diesem Vorgang wird ein Teil der Gebärmutterschleimhaut abgestoßen. Der erste Tag der Periode beschreibt dabei den Beginn des Zykluses. Der Menstruationszyklus selbst wird in allen Teilen durch verschiedene Hormone gesteuert, unter anderem die Heranreifung des Graafschen Follikels, der Eisprung und die Befruchtung der Eizelle. Die Menarche bezeichnet die aller erste Menstruation eines Lebewesens. Dagegen wird die letzte Menstruation als Menopause beschrieben. Mögliche Regelstörungen der Menstruation sind unter anderem ein sehr starker Monatsfluss (Hypermenorrhoe) oder eine regelmäßig verkürzte Dauer (Polymenorrhoe). Die nachfolgende Darstellung zeigt nun den normal ablaufenden Menstruationszyklus, wobei unterschiedliche Parameter aufgeführt sind.

Welche der folgenden Aussagen lässt sich aus den gegebenen Informationen am ehesten ableiten?

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Aufgabe 2 / 24

Der Humane-Immundefizit-Virus (HIV) wurde im Jahr 1983 erstmals isoliert und kann bei Infektion zu einer AIDS-Erkrankung führen. Die Infektion läuft in Stadien ab, wobei sie mit der Akutphase beginnt, worauf die Latenzphase folgt und zuletzt die Phase, in der die AIDS-Erkrankung ausbricht. Zu den AIDS-definierenden Symptomen zählt unter anderem das Wasting Syndrom, welches mit einem starken, ungewollten Gewichtsverlust einhergeht. Aber auch andere Erkrankungen wie Pilzinfektionen im Mund oder einige Krebsformen sind Zeichen einer AIDS Erkrankung. HIV wird auf verschiedenen Wegen übertragen, wobei im dargestellten Diagramm drei dieser Wege einzeln aufgeführt sind und die restlichen Übertragungsarten, wie über Blutprodukte oder Mutter-Kind-Übertragungen, unter der Kategorie “andere” zusammengefasst sind.

Welche der folgenden Aussagen ist ableitbar?

I. Im Jahr 2018 waren im Vergleich zum Jahr 2015 circa 25 Prozent weniger positive HIV-Antikörpertests auf heterosexuelle Kontakte zurückzuführen.

II. Es wurden 2017 weltweit mehr HIV-Infektionen durch homosexuellen Geschlechtsverkehr zwischen Männern übertragen als in den drei Jahren davor über andere Wege.

III. Im Jahr 2012 waren mehr als dreimal so viele der positiven HIV-Antikörpertests auf Übertragung durch heterosexuelle Kontakte zurückzuführen, als im selben Jahr auf Übertragungen durch Sex zwischen Männern.

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Aufgabe 3 / 24

In einer anonymen, deutschlandweit durchgeführten Studie wurde untersucht, wie viele Personen bereits unter Alkohol- oder Drogeneinfluss Auto gefahren sind. 3000 Autofahrer:innen sollten beantworten, ob sie schon einmal unter dem Einfluss einer der genannten Substanzen Auto gefahren sind. Bezüglich des Einflusses durch Alkohol zählten nur solche Fälle, die sehr wahrscheinlich über der gültigen Höchstgrenze lagen. Die Anzahl dieser Personen ist in (A) dargestellt. Personen, welche bereits unter dem Einfluss einer dieser Substanzen gefahren sind, sollten im Folgenden angeben, wann sie dies zuletzt getan haben (B) und ob sie es wieder tun würde (C). Eine Mehrfachantwort war in keiner der Fragen vorgesehen, insgesamt wurden 3000 Menschen im Zeitraum vom 12.3.2018 bis zum 29.8.2019 befragt.

Welche der folgenden Aussagen ist bzw. sind anhand der gegebenen Daten ableitbar?

I. Ungefähr 14 % der Menschen, die bereits unter dem Einfluss einer der oben genannten Substanzen Auto gefahren sind, gaben an, dies das letzte Mal vor sechs bis zwölf Monaten getan zu haben.

II. Circa 23 % der Befragten gaben an, schon einmal Auto gefahren zu sein, nachdem sie Alkohol getrunken haben.

III. Etwas mehr als 3/5 der befragten Personen sind noch nie unter dem Einfluss einer der genannten Substanzen Auto gefahren.

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Aufgabe 4 / 24

Es gibt einige ansteckende Krankheiten, die überwiegend im Kindesalter auftreten und daher als Kinderkrankheiten bezeichnet werden. Dabei ist die Kontagiosität, also die Übertragungsfähigkeit, meist sehr hoch, wodurch sich meistens auch jedes Kind, das Kontakt zum Erreger, einem Bakterium oder Virus, hat, damit infiziert. Nach einer Infektion erhält man oftmals eine lebenslang anhaltende Immunität gegen den jeweiligen Erreger. Bei fehlender Immunisierung kann auch ein Erwachsener erkranken, wobei dann häufig ein schwererer Verlauf gegeben ist. Im Jahr 2002 erklärte die Weltgesundheitsorganisation WHO Europa erstmals als poliofrei. Damit eine Region als poliofrei gilt, muss nachgewiesen werden, dass das jeweilige Gebiet mindestens drei Jahre ohne Fälle von dem einheimischem Polio-Wildvirus war. Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über bestimmte Kinderkrankheiten, von welchem Erreger diese ausgelöst werden und ob ein Impfstoff für die jeweilige Erkrankung verfügbar ist.

Welche der folgenden Aussagen lässt bzw. lassen sich nicht ableiten?

I. 33 Prozent der hier dargestellten Kinderkrankheiten, die im Jahr 2022 in Europa vorkommen, haben einen bakteriellen Erreger als Ursache.

II. Für 70 Prozent der in der Tabelle aufgeführten Krankheiten gibt es auch eine Impfung.

III. Jedes Kind wird im Laufe seines Lebens an den oben aufgeführten Kinderkrankheiten erkranken oder sich mit Hilfe einer Impfung schützen.

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Aufgabe 5 / 24

Bei der Photosynthese werden durch Pflanzen, Algen und einige Bakterien mithilfe von Lichtenergie energiereiche Stoffe und Sauerstoff erzeugt. Während dieses Prozesses spielt unter anderem der Farbstoff Chlorophyll eine wichtige Rolle bei der Umwandlung der absorbierten Lichtenergie in chemische Energie. Dafür wird das Licht in Pflanzen und Cyanobakterien durch den Farbstoff Chlorophyll, abhängig von der Wellenlänge, wobei Licht der Wellenlänge 400 nm der Farbe blau und eine Wellenlänge von 700 nm der Farbe rot entspricht, absorbiert. Licht mit einer Wellenlänge, die nicht oder kaum absorbiert werden kann, wird wieder zurückgestrahlt. Der in der Graphik dargestellte ”Engelmannsche Bakterienversuch” belegt die Abhängigkeit der Lichtabsorption von unterschiedlichen Wellenlängen. Dabei wurde ein gebrochener Lichtstrahl auf einen Algenfaden geworfen. Die dortigen Bakterien vermehrten sich vermehrt, je mehr Sauerstoff von den Algen im entsprechenden Areal produziert wurde. Die Graphik zeigt das Ergebnis des Experimentes, sowie die Absorptionsrate der verschiedenen Farbstoffe abhängig von der Wellenlänge des Lichtes in Nanometern.

Welche der folgenden Aussagen lässt sich ableiten?

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Aufgabe 6 / 24

Das Gewicht einer Person ist von vielen Faktoren abhängig. So kann nicht nur der Körperfettanteil, sondern auch die Muskelmasse oder das eingelagerte Wasser einen großen Einfluss haben. Dies ist einer der Gründe, weshalb seit einigen Jahren diskutiert wird, ob der BMI (Body-Mass-Index) noch zeitgemäß ist. Er wurde 1832 von einem belgischen Astronomen und Physiker entwickelt. Der BMI bezieht lediglich die Größe und das Gewicht ein, vernachlässigt aber Muskelmasse, Geschlecht oder Alter. Er berechnet sich wie folgt: BMI = m / l², dabei wird das Gewicht m in Kilogramm und die Größe l in Meter gemessen.

Welche der folgenden Aussagen ist nicht ableitbar?

I. Die kleinste Person und die größte Person haben ungefähr den gleichen BMI (± 3 kg / m²).

II. Je größer eine Person ist, desto mehr wiegt sie.

III. Eine Person, welche einen BMI von 25 kg/m² hat und 72 kg schwer ist, ist etwa gleich groß (± 10 cm) wie die zweitschwerste Person im Diagramm.

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Aufgabe 7 / 24

Trotz zahlreicher Gesetze und Kampagnen, wie bspw. die Einführung der Promillegrenze oder der Gurtpflicht, kommt es auf Deutschlands Straßen täglich zu Verkehrsunfällen. Darunter fallen Unfälle mit PKWs, Bussen, aber auch mit Fahrrädern und anderen am Verkehr teilnehmenden Fahrzeugen. Die meisten tödlichen Unfälle passieren auf Landstraßen, nicht auf Autobahnen, wie häufig angenommen. Die Zahl der tödlich verunglückten Personen bei Verkehrsunfällen ist im folgenden Diagramm dargestellt.

Welche der folgenden Aussagen lässt sich ableiten?

I. In den ersten vier Monaten 2022 starben in Deutschland etwa 10 Prozent weniger Menschen bei Verkehrsunfällen als in den letzten vier Monaten von 2021.

II. Im Juni 2020 passierten mehr Verkehrsunfälle als im Februar 2021.

III. Das schnelle Fahren auf Autobahnen scheint die Wahrscheinlichkeit, bei einem Autounfall zu versterben, nicht zu erhöhen, da die meisten tödlichen Unfälle auf den langsameren Landstraßen passieren.

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Aufgabe 8 / 24

Phasendiagramme stellen ein Hilfsmittel dar, um das Verhalten verschiedener Reinstoffe und Stoffgemische graphisch darstellen zu können und damit auch zu vergleichen. Dabei kann festgestellt werden, dass bestimmte chemische Stoffe eine Anomalie in der Dichte aufweisen. Anders als es üblich ist, verringert sich bei diesen bei Temperaturabnahme die Dichte nicht. Der Stoff dehnt sich stattdessen weiter aus. Der Tripelpunkt in einem Phasendiagramm kennzeichnet ein Koexistenzgebiet, bei dem die Phasen fest, flüssig und gasförmig parallel vorherrschen. Dagegen lässt sich kurz unterhalb des kritischen Punktes das Phänomen der kritischen Opaleszenz beobachten, dabei wechseln Teile des Stoffes kontinuierlich zwischen dem gasförmigen und flüssigen Zustand hin und her. Eine strikte Trennung der beiden Phasen ist oberhalb des Punktes nicht mehr möglich.

Welche der folgenden Aussagen lässt bzw. lassen sich anhand der gegebenen Informationen ableiten?

I. Betrachtet man die hier dargestellten Bereiche in den Diagrammen, so lässt sich sagen, dass bei Vorliegen einer Anomalie ein Stoff insgesamt häufiger in der flüssigen Phase vorliegen kann, als in der Festen.

II. Bei einem Druck von einem Bar und 101 °C liegt Wasser als Wasserdampf vor.

III. Oberhalb des kritischen Punktes lassen sich vorliegende Flüssigkeiten von Gasen nicht mehr unterscheiden.

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Aufgabe 9 / 24

Der Herdenschutz ist eine wichtige Größe für die Herdenimmunität einer Population. Von Herdenimmunität spricht man dann, wenn aus der Infektion einzelner Individuen einer Population, nicht die Ansteckung von vielen Individuen der Population resultiert. Je mehr Individuen immun gegen einen bestimmten Erreger sind, desto stärker ist die Verbreitung einer ansteckenden Krankheit verringert. Damit ein vollständiger Herdenschutz erreicht werden kann, ist das Erreichen eines bestimmten Schwellenwertes notwendig. Wenn der Wert zu gering ist, kann ein ausreichender Schutz bzw. das Durchbrechen der Infektionskette nicht gewährleistet werden. Abhängig ist dieser Wert von der Basisreproduktionszahl des Erregers. Die untenstehende Tabelle zeigt den Mindestanteil an Immunisierten, welcher bei ausgewählten Krankheiten nötig ist, um einen Herdenschutz mittels Impfung zu erreichen.Dabei stellt die Tabelle ein Modell unter Ideal-Bedingungen dar.

Welche der Aussagen lässt sich aus den gegebenen Informationen nicht ableiten?

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Aufgabe 10 / 24

Die meisten Geburten finden in Krankenhäusern, in der Schweiz Spitale genannt, statt. Dort besteht der beste Schutz und Sicherheit für Mutter und Kind, da bei Komplikationen oder unerwarteten Gegebenheiten geschultes Fachpersonal vor Ort ist. Dank moderner Medizin sind immer mehr Frühgeborene, also Föten, die vor Vollendung der 37. SSW auf die Welt kommen, überlebensfähig und auch zu immer früheren Zeitpunkten der Geburt. Allerdings gelten Föten erst ab der 32. SSW als überlebensfähig, da zuvor die Lunge noch nicht ausreichend ausgebildet ist. Im dargestellten Diagramm ist die Verteilung der Spitalgeburten in der Schweiz im Jahre 2006 nach prozentualer und absoluter Anzahl in Abhängigkeit vom Gestationsalter dargestellt. Das Gestationsalter gibt dabei die vergangenen Wochen und Tage seit Beginn der Schwangerschaft an.

Welche der folgenden Aussagen lässt bzw. lassen sich ableiten?

I. Betrachtet man nur die hier dargestellten Schwangerschaftswochen, so sind die meisten Kinder in der Schweiz im Jahre 2006 zwischen der 39. und 40. Woche in einem Krankenhaus geboren worden.

II. Im Jahr 2006 sind ungefähr neun Prozent der Spitalgeburten als Frühgeburten zur Welt gekommen.

III. An allen hier dargestellten Wochen wurden in der Schweiz im Jahre 2006 bis zur 36. Woche weniger Kinder geboren als nach der 41. Woche.

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Aufgabe 11 / 24

Sterbefälle aufgrund von raucherspezifischen Erkrankungen spielen immer noch eine große Rolle. 2020 sind 75.500 Menschen an den Folgen gestorben. Davon waren 46.100 von Lungen-, Bronchial-, Kehlkopf- oder Luftröhrenkrebs betroffen. Im Vergleich zu Frauen besteht für Männer ein höheres Risiko an einer raucherspezifischen Erkrankung zu sterben, dennoch gab es in den letzten 20 Jahren auf Seiten der Frauen einen enormen Anstieg. Beispielsweise verdoppelte sich die Anzahl der an der chronisch obstruktiven Lungenkrankheit (COPD) verstorbenen Frauen im Zeitraum von 2000-2020 von 16 Frauen pro 100.000 Einwohner auf 32. Im folgenden Diagramm ist die absolute Anzahl an Sterbefälle wegen raucherspezifischen Erkrankungen in Deutschland im Verlauf der Jahre 2000 – 2020 dargestellt.

Welche der Aussagen lässt sich ableiten?

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Aufgabe 12 / 24

Da Blutzellen eine relativ kurze Lebenszeit besitzen, müssen sie ständig neu gebildet werden. Dabei beginnt die Bildung bereits während der Embryonalzeit. Dafür sind bestimmte Wachstumsfaktoren zuständig, so z.B. G-CSF als Granulozyten-Kolonie-stimulierender Faktor, M-CSF als Makrophagen-Kolonie -stimulierender Faktor, GM-CSF als Mischform beider, Interleukin 3 für u.a. Erythropoese und Thrombopoese. Die erste Phase der intrauterinen Blutbildung ist die megaloblastische Phase, hier werden Megaloblasten, welche Vorläufer der Erythrozyten sind, gebildet. In dieser Phase zirkulieren nur Zellen, welche Vorläufer der Erythrozyten sind. Diese sind zunächst überwiegend kernhaltig, am Ende jedoch kernlos. Es folgt die hepatolienale Phase, bei der v.a. Leber und Milz und im geringeren Umfang auch Thymus und Lymphknoten beteiligt sind. Zunächst werden in der Leber Erythroblasten, Vorläufer von Granulozyten, Megakaryozyten und vereinzelt auch Lymphozyten produziert. Die Hämatopoese dauert in geringem Umfang bis zur Geburt und sogar noch bis in die ersten Wochen danach an. In der folgenden medullären Phase erfolgt die Blutbildung im Knochenmark, beginnend im Schlüsselbein und ab dem 5. Fetalmonat im gesamten Knochenmark. Die Blutbildung im Knochenmark hält bis zum Lebensende an.

Welche der nachfolgenden Aussagen lässt sich anhand der gegebenen Informationen am wenigsten ableiten?

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Aufgabe 13 / 24

Eine mit der Zeit konstant abnehmende Größe ist durch verschiedene Eigenschaften charakterisiert. Unter anderem kann man eine solche Größe mit Hilfe der Halbwertszeit quantitativ berechnen, sie beschreibt die Zeitspanne, in der die Größe auf die Hälfte des anfänglichen Wertes reguliert wurde. Im folgenden Beispiel soll der Zerfall radioaktiver Atomkerne eines definierten Elements betrachtet werden. Dabei kann nicht nur die Halbwertszeit berechnet werden, sondern dadurch auch die Wahrscheinlichkeit, dass ein betrachteter einzelner Kern sich innerhalb einer bestimmten Halbwertszeit umwandelt, berechnen. Will man beispielsweise wissen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass ein Kern in der ersten Halbwertszeit umgewandelt wird, nimmt man einfach den relativen Wert der nun noch vorhandenen Atomkerne: 50 Prozent. Bei der 2. Halbwertszeit beträgt die Wahrscheinlichkeit dann den Wert aus der 1. Halbwertszeit (50 Prozent) + die nach der 2. Halbwertszeit noch vorhandenen Atomkerne: 50 Prozent + 25 Prozent usw.. Wenn sich der Prozess der Halbwertszeit mittels einer Exponentialgleichung darstellen lässt, so folgt die Abnahme nach einem Exponentialgesetz, was bedeutet, dass die Halbwertszeit immer die gleiche ist, egal wie groß die Zeitspanne dazwischen ist. Im nachfolgenden Diagramm ist eine exponentielle Abnahme der Größe N in Abhängigkeit von der Zeit t dargestellt. T1/2 steht dabei für die Halbwertszeit.

Welche der nachfolgenden Aussagen bezüglich des oben beschriebenen Zusammenhangs ist bzw. sind am wenigsten ableitbar?

I. Zum Zeitpunkt 1,5 t1/2 müssten noch etwa 37,5 % der Atomkerne vorhanden sein.

II. Betrachtet man die Zeitpunkte 1 t1/2 bis 2 t1/2 bzw. 3 t1/2 bis 4 t1/2, erkennt man, dass die Halbwertszeit den zugrundeliegenden Prozess des Kernzerfalls nicht charakterisiert, da die Steigung extrem abgenommen hat.

III. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Atomkern innerhalb von fünf Halbwertszeiten umwandelt, beträgt 968,75‰.

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Aufgabe 14 / 24

Krebserkrankungen zählen, unabhängig vom Land, zu den zweithäufigsten Todesursachen. 2020 starben fast ein Viertel aller verstorbenen Personen an einer Krebserkrankung. Wie häufig ein bestimmter Krebs bei einer Gruppe vorkommt, ist zum Teil vom Geschlecht abhängig. So erkranken jährlich mehr Männer an einer Krebsform, die die Luftwege befällt als Frauen. Die mit Abstand häufigste Krebsform aller Geschlechter ist der Nicht-melanotische Hautkrebs, an dem 2018 94.200 Frauen und 105.230 Männer erkrankt sind. Ohne Einberechnung dieser Krebsart sind in dem Jahr 232.720 Frauen und 265.170 Männer neu an Krebs erkrankt. In den folgenden Diagrammen sind die anhand dieser Zahlen jeweils zehn häufigsten Krebsarten in Deutschland im Jahre 2018 dargestellt und nach Geschlecht getrennt.

Welche der folgenden Aussagen lässt sich nicht ableiten?

I. Im Jahr 2018 war mit ca. 70.000 Neuerkrankungen Brustkrebs die häufigste Krebserkrankung unter Frauen.

II. 2018 gab es in Deutschland unter den Männern 40 Prozent mehr Krebserkrankungen des Magens, der Niere und der Bauchspeicheldrüse als Prostatakrebs.

III. Im gegebenen Zeitraum erkrankten insgesamt mehr Männer als Frauen neu an Krebs.

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Aufgabe 15 / 24

Operationen dienen dem Zweck mittels chirurgischem Eingriff Krankheiten zu therapieren oder zu diagnostizieren. Die nachfolgende Tabelle zeigt die häufigsten Operationen von vollstationär behandelten Patient:innen in deutschen Krankenhäusern im Jahr 2022.

Welche der folgenden Aussagen lässt bzw. lassen sich am ehesten ableiten?

I. Operationen für den Zugang zur Lendenwirbelsäule, zum Os sacrum und zum Os coccygis machten ca. zwei Prozent der Gesamtzahl der Operationen im Jahr 2022 aus.

II. Der Operationsanlass, zu dem 2022 die wenigsten Operationen in Deutschland durchgeführt wurden, ist die dynamische Stabilisierung der Wirbelsäule.

III. Die fünf häufigsten Operationen 2022 machen etwa zehn Prozent der 2022 in deutschen Krankenhäusern durchgeführten Operationen aus.

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Aufgabe 16 / 24

Die Gefahr, sich mit einer sexuell übertragbaren Krankheit (STI) anzustecken, ist wie der Name schon sagt, beim Geschlechtsverkehr besonders hoch. Einige Erkrankungen sind jedoch auch auf anderen Wegen übertragbar. Chlamydien zum Beispiel sind auch über eine Schmierinfektion übertragbar. In den folgenden Diagrammen ist die Anzahl der in zwei gynäkologischen Praxen wegen drei ausgewählten STIs behandelten Patientinnen in den Jahren 2011 bis 2016 dargestellt. Die hier gegebenen Gitternetzlinien geben die Anzahl der Patientinnen in Fünfer-Schritten an, wobei der Mittelpunkt des Kreises null Patientinnen entspricht.

Welche der folgenden Aussagen lässt bzw. lassen sich ableiten?

I. In den dargestellten Jahren wurden mehr Patientinnen aufgrund von Herpes in Praxis A als in Praxis B behandelt.

II. Im Jahr 2012 war Herpes diejenige STI, bei der es die meisten Neuinfektionen gab.

III. 2013 wurden mehr Menschen aufgrund einer sexuell übertragbaren Krankheit in Praxis A behandelt, als in Praxis B.

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Aufgabe 17 / 24

Maserninfektionen zählen zu den Kinderkrankheiten. Jedoch können auch Erwachsene an Masern erkranken, wobei dann die Erkrankung häufig sogar schwerer verläuft als bei Kindern. Zu den Symptomen zählen der typische Ausschlag und zum Teil hohes Fieber. Durch mögliche Komplikationen kann eine Masernerkrankung tödlich enden. In den USA wie auch in Deutschland konnte die Zahl der Masernerkrankungen durch eine Impfung deutlich reduziert werden. Im folgenden Diagramm sind die Maserninfektionen in den USA zwischen 1938 und 2019 dargestellt. Ab 1963 wurden zwei Impfstoffe verwendet. Dieser Zusammenhang ist als Impfrate in Prozent mit den zwei zusätzlichen Linien dargestellt.

Welche der folgenden Aussagen sind anhand der gegebenen Informationen ableitbar?

I. Vor der Zulassung des Impfstoffes 1968 starben jährlich wahrscheinlich mehr Menschen in den USA an den Masern als danach.

II. 1942 infizierten sich weltweit mehr Menschen mit Masern als jemals zuvor gemessen.

III. Die Anzahl an Maserninfektionen in den USA ist stets indirekt proportional zur Impfquote.

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Aufgabe 18 / 24

Nur etwa 2 Prozent des Gesamtkörperkaliums befinden sich im extrazellulären Raum. Die normale Kaliumkonzentration im Blutserum schwankt zwischen 3,5 und 4,8 mmol/l. Ein K⁺-Überschuss, ausgelöst durch z.B. gestörte renale Ausscheidung, führt sehr rasch zur Hyperkaliämie, die durch eine Alkalisierung des Organismus abgeschwächt werden kann. Umgekehrt wird das Auftreten einer Azidose die Hyperkaliämie verstärken. Eine K⁺-Verarmung, welche durch chronische renale Kaliumverluste hervorgerufen werden kann, führt allmählich zur Hypokaliämie. Der zelluläre Kaliumspeicher verhindert den raschen Abfall der Kaliumkonzentration im Serum. Diese Speicher müssen wieder gefüllt werden, was z.B. durch kaliumreiche Diät erfolgen kann. Jede K⁺-Konzentrationsänderung im Blutplasma außerhalb der Norm führt zu beträchtlichen Funktionsstörungen der einzelnen Körperzellen. So kann bereits bei einer Zunahme der intrazellulären Kaliumkonzentration von nur einem Prozent die Kaliumkonzentration im Plasma um mehr als 50 Prozent sinken („Kaliumverschiebung“ vom Extra- in den Intrazellulärraum). Eine lebensbedrohliche Hypokaliämie ist die Folge.

Welche der folgenden Aussagen lässt sich am ehesten ableiten?

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Aufgabe 19 / 24

In einer Norddeutschen Klinik wurden im Behandlungsjahr 2021 die in der Tabelle folgenden Daten erhoben. Die Klinik ist spezialisiert auf die Behandlung psychischer und psychosomatischer Erkrankungen, wobei rund 72 Prozent der Patient:innen auch oder ausschließlich mit Depressionen zu kämpfen haben.

Welche der folgenden Aussagen ist anhand der gegebenen Informationen nicht ableitbar?

I. Schüler:innen und Student:innen leiden weniger häufig an psychischen oder psychosomatischen Erkrankungen als Menschen im Angestelltenverhältnis oder Rentner:innen.

II. Während circa 23 Prozent der Patient:innen älter als 71 Jahre waren, sind ganze 37 Prozent in Rente bzw. Pension.

III. Ungefähr 2.567 der in 2021 in der Klinik behandelten Personen haben Depressionen als Haupt- oder Nebendiagnose.

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Aufgabe 20 / 24

Zahlreiche Suchterkrankungen beeinträchtigen das Leben und die Gesundheit der Erkrankten. Man geht davon aus, dass in Deutschland über 15 Millionen Menschen an einer Suchterkrankung leiden, am häufigsten ist dabei die Nikotinsucht. Eine Klinik in der Pfalz behandelt die unten unter “primäre Behandlungsgründe” aufgeführten Suchterkrankungen. Viele Patient:innen leiden zusätzlich noch unter anderen Erkrankungen, die auf die Sucht zurückzuführen sind. So führt eine Abführmittelsucht nicht selten zu anderen Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes und durch die häufig vorkommende soziale Isolation steigt die Gefahr einer Depression enorm. Pro Patient ist immer nur ein primärer Behandlungsgrund aufgeführt, jedoch zum Teil mehr als ein weiterer Behandlungsgrund. Die Daten stammen aus dem Behandlungsjahr 2020, wobei sich die Verteilung der Behandelten zu 20 Prozent aus Frauen, 75 Prozent aus Männern und 5 Prozent aus Personen mit nicht näher beschriebener Geschlechtsidentität zusammensetzt. Im untenstehenden Diagramm sind absolute Zahlen zu den primären sowie den weiteren Behandlungsgründen angegeben. Dabei setzen sich die sonstigen primären Behandlungsgründe aus Abführmitteln (14), Hypnotika (12) und Schmerzmitteln (9) zusammen.

Welche der Aussagen ist anhand der gegebenen Informationen ableitbar?

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Aufgabe 21 / 24

Bei den Todesarten wird zwischen geklärten natürlichen und nicht natürlichen sowie ungeklärten unterschieden. Dabei ist der Anteil der ungeklärten Todesarten deutlich kleiner als der Anteil der geklärten Todesarten. Die Todesursache wiederum beschreibt die medizinische Definition einer Krankheit oder Verletzung, welche zum Tode geführt hat. Im Jahr 2007 sind in Deutschland 827.115 Menschen gestorben, wobei das folgende Diagramm die zehn häufigsten Todesursachen aufschlüsselt.

Welche der folgenden Aussagen lässt bzw. lassen sich nicht ableiten?

I. Es starben 2007 mehr Menschen an bösartigen Neubildungen im Dickdarm als an hypertensiven Herzkrankheiten.

II. Es starben ungefähr 50 Prozent mehr Menschen an bösartigen Neubildungen der Bronchien und der Lunge als an Pneumonien mit nicht näher bezeichneten Erregern.

III. Etwa 60 Prozent der in 2007 verstorbenen Personen sind entweder eines nicht natürlichen Todes gestorben oder die Todesursache blieb ungeklärt.

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Aufgabe 22 / 24

Das Humane Immundefizit Virus, HIV, wird vor allem über Kontakt mit infiziertem Blut, zum Beispiel durch Nadelstichverletzungen, oder ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen. Aber auch eine Übertragung von der Mutter auf das Kind während der Schwangerschaft oder der Geburt ist möglich. Die Wahrscheinlichkeit liegt bei 10 bis 30 Prozent, kann aber durch verschiedene Maßnahmen auf circa ein Prozent gesenkt werden. Zu den Symptomen einer aktiven HIV-Infektion zählen unter anderem Kopfschmerzen, Müdigkeit oder Unwohlsein. Der genaue Verlauf ist jedoch recht individuell. Eine solche akute Infektion wird mittels eines RNA-Tests diagnostiziert. Liegt die Infektion länger als sechs Wochen zurück, wird ein Antikörper/Antigen-Suchtest angewendet. Wird eine HIV-Infektion nicht behandelt, so entwickelt sich daraus das ,,erworbene Immunschwächesyndrom”, kurz AIDS genannt. CD4⁺ T-Lymphozyten sind von großer Bedeutung in der Immunabwehr des Menschen, je niedriger ihr Wert, desto anfälliger ist der Körper für Infektionen. Das Diagramm stellt den typischen Verlauf einer AIDS-Erkrankung bzw. HIV-Infektion in Abhängigkeit von der Zeit dar.

Welche der folgenden Aussagen lässt bzw. lassen sich anhand der gegebenen Daten ableiten?

I. Die Viruslast ist in der akuten Phase nach einer HIV-Infektion am höchsten.

II. Bei HIV infizierten Patienten treten stets sieben Jahre nach der Infektion zum ersten Mal AIDS-Symptome auf.

III. Die Wahrscheinlichkeit, eine HIV-Infektion weiterzugeben, ist während der Latenzzeit aufgrund der niedrigen Viruslast am geringsten.

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Aufgabe 23 / 24

Den Status „schwerbehindert“ erhalten Personen, denen ein Grad der Behinderung von 50 oder mehr anerkannt wird. Der Grad gibt dabei an, wie stark die Beeinträchtigung ist, die ein Mensch durch seine Behinderung erfährt. Dafür kann es verschiedene Gründe geben, beispielsweise eine Erkrankung an Leukämie, Versteifung von Gelenken oder schwere Fälle von Migräne. Auch mehrere weniger schwere Erkrankungen und Einschränkungen in Summe können für einen Schwerbehindertenausweis ausreichen. Es gibt zudem verschiedene Merkzeichen, die im Schwerbehindertenausweis stehen können. So steht „G“ für eine Beeinträchtigung der Bewegungsfähigkeit, „H“ wiederum steht für hilflos, was viele Gründe haben kann. Besonders häufig bekommen aber Kinder und Jugendliche dieses Merkzeichen. Es gibt auch ein Merkzeichen, welches Menschen erlaubt, die erste Klasse der Bahn mit einem Ticket der zweiten Klasse zu nutzen. Das folgende Diagramm zeigt die Verteilung schwerbehinderter Menschen in verschiedenen Altersklassen in Deutschland im Jahre 2021. Unterschieden wird dabei nach Männern und Frauen.

Welche der genannten Aussagen ist bzw. sind anhand der gegebenen Daten ableitbar?

I. Im Jahr 2021 galten in Deutschland mehr Männer als Frauen als schwerbehindert.

II. Bei der weiblichen Gruppe ist der Anteil der Altersklasse 65 und älter verglichen mit der Altersgruppe 55 bis 64 um ca. 195 Prozent höher.

III. Menschen mit leichten Fällen von Migräne erhalten niemals einen Schwerbehindertenausweis.

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Aufgabe 24 / 24

Aminosäuren sind chemische Verbindungen, die als Bausteine für die Produktion von Proteinen dienen. Damit sind sie unerlässlich für den menschlichen Körper. Für die 20 hier aufgeführten proteinogenen Aminosäuren sind Abschnitte in der DNA für die Bildung zuständig. Sie werden auch als Standard-Aminosäuren bzw. kanonische Aminosäuren bezeichnet. Die folgende Abbildung zeigt die 20 kationischen Aminosäuren mit einigen ausgewählten Eigenschaften. Essentielle Aminosäuren können vom Körper nicht selsbt gebildet werden und müssen daher mit der Nahrung aufgenommen werden. Die mit Sternchen versehenen sind nur für Kinder und Schwangere essen.

Welche der folgenden Aussagen lässt bzw. lassen sich ableiten?

I. Neben Glycin und Leucin kommen nur Phenylalanin und Tyrosin zum selben Anteil in Proteinen vor.

II. Nur 40 Prozent der kanonischen Aminosäuren sind essentiell für Kinder.

III. Unter anderem ist Glycin von den Standardaminosäuren am zweithäufigsten vertreten.

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