Humanmedizin

An welcher Universität zählt mein TMS?

Spätestens wenn du dich für den TMS angemeldet hast, wirst du dir schonmal die Frage gestellt haben: An welcher Universität zählt mein TMS eigentlich? Laut der offiziellen TMS-Homepage setzen derzeit über 30 deutsche Universitäten den TMS als ein Auswahlkriterium für den Studiengang Humanmedizin ein. Das ist erstmal eine tolle Nachricht, denn für all diese Unis lohnt es sich daher den TMS zu schreiben! Allerdings wird der TMS an jeder Uni unterschiedlich gewichtet (Infos zum Quotenmodell findest du weiter unten) und am Ende hast du natürlich auch noch die Qual der Wahl: Welche Stadt passt zu mir? An welcher Universität möchte ich studieren? Wo möchte ich die nächsten Jahre leben?

Um dir diese wichtige Entscheidung etwas zu erleichtern möchten wir dir im Folgenden die einzelnen Universitäten kurz vorstellen. Neben Infos zum Studium, den Prüfungen, zur Stadt und zum Studentenleben findest du außerdem wertvolle Erfahrungsberichte aus erster Hand!

1

Alle Unis (alphabetisch)

An welcher Universität zählt mein TMS?

2

Alle Unis (nach Bundesland)

An welcher Universität zählt mein TMS?

3

Landarztquote

In welchen Bundesländern wird der TMS in der Landarztquote gewertet?

4

Quotenregelung

Wie war das nochmal mit den verschiedenen Quoten?

Alle Universitäten (alphabetisch nach Stadt geordnet)

Wenn du möchtest, dass dein TMS-Ergebnis bei deiner Bewerbung für den Studiengang Humanmedizin berücksichtigt wird, hast du momentan die Auswahl zwischen folgenden Universitäten:

Alle Universitäten (nach Bundesland)

Baden-Württemberg:
  • Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
  • Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
  • Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg- Universitätsmedizin Mannheim
  • Eberhard Karls Universität Tübingen
  • Universität Ulm
Bayern:
  • Universität Augsburg
  • Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
  • Ludwig-Maximilians-Universität München
  • Universität Regensburg
  • Julius-Maximilians-Universität Würzburg
Berlin:
  • Charité – Universitätsmedizin Berlin
Hessen:
Mecklenburg-Vorpommern:
  • Universitätsmedizin Greifswald
  • Universität Rostock
Niedersachen:
  • Universitätsmedizin Göttingen
  • Medizinische Hochschule Hannover (MHH)
  • Karl von Ossietzky Universität Oldenburg
Nordrhein-Westfalen:
  • RWTH Aachen
  • Universität Bielefeld
  • Ruhr-Universität Bochum
  • Rheinische Friedrich-Wilhelms Universität Bonn
  • Universität Duisburg-Essen
  • Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
  • Universität Köln
  • Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Rheinland-Pfalz:
  • Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Saarland:
  • Universität des Saarlandes
Sachsen:
Sachsen-Anhalt:
  • Universitätsmedizin Halle (Saale)
Schleswig-Holstein:
  • Christian-Albrechts-Universität Kiel
Thüringen:
  • Friedrich-Schiller-Universität Jena

Landarztquote

Die Landarztquote ist eine Regelung, die in einigen deutschen Bundesländern (momentan 9) besteht und dazu beitragen soll, den Mangel an Hausärzten und Hausärztinnen in ländlichen Regionen zu bekämpfen. und so die medizinische Versorgung in diesen Regionen sicherzustellen. Gleichzeitig soll sie auch dazu beitragen, dass mehr junge Mediziner*innen in die Hausarztpraxis gehen und nicht in die Kliniken.

Konkret bedeutet dies, dass ein Teil der Studienplätze für Humanmedizin speziell für angehende Studierende reserviert ist, die sich verpflichten, nach ihrem Abschluss eine gewisse Zeit als Landarzt oder Landärztin in einer unterversorgten Region zu arbeiten.

In folgenden Bundesländern wird der TMS in dieser Quote als ein Kriterium herangezogen:

  • Baden-Württemberg
  • Bayern
  • Hessen
  • Mecklenburg-Vorpommern
  • Niedersachsen
  • Nordrhein-Westfalen
  • Rheinland-Pfalz
  • Sachsen
  • Saarland

Quotenregelung

Wir haben oben bereits erwähnt, dass die Universitäten dein TMS-Ergebnis unterschiedlich stark in die Studienplatzvergabe einfließen lassen können. Das kommt daher, dass es für die Vergabe von Studienplätzen für medizinische Studiengänge nach einem Quotenmodell erfolgt.

 Die drei unterschiedlichen Hauptquoten sind:

1. Abiturbestenquote (ABQ)

30% der Studienplätze werden an die Bewerber und Bewerberinnen mit dem besten Abiturergebnis vergeben. Um die Bundesländer miteinander vergleichbar zu machen, werden zunächst Landesquoten gebildet – wenn du also z.B. in Bayern dein Abitur gemacht hast, wirst du erstmal mit allen anderen bayerischen Bewerbern und Bewerberinnen verglichen. Die einzelnen Landeslisten werden dann zusammengeführt.

2. Zusätzliche Eignungsquote (ZEQ)

10% der Studienplätze werden komplett unabhängig von der Abiturnote vergeben. Die einzelnen Universitäten legen dabei selbst die Kriterien fest, die sie innerhalb der ZEQ beachten. Hier können z.B. Berufsausbildungen, Dienste (FSJ, FÖJ…), Auswahlgespräche, oder auch der TMS ins Gewicht fallen. Seit dem Sommersemester 2022 gibt es das Kriterium Wartezeit hier übrigens nicht mehr. Eine genaue Übersicht findest du hier.

3. Auswahlverfahren der Hochschulen (AdH)

Der größte Teil der Studienplätze (60%) wird auch von den Universitäten selbst vergeben. Die Auswahlkriterien variieren also je nach Uni, wobei häufig die Abiturnote eine große Rolle spielt. Allerdings müssen auch Kriterien beachtet werden, die nicht an Schulnoten gekoppelt sind – das sind dann Kriterien wie bei der ZEQ. Die Hochschulen ermitteln anhand ihrer gewählten Kriterien Prozentränge für die Bewerbenden.

Sollten dann noch Studienplätze übrig sein, werden sie nach Losverfahren unter allen Bewerberinnen und Bewerbern vergeben.

Übrigens: Die Landarztquote ist unabhängig von den hier erwähnten drei Hauptquoten! Die Studienplätze für die Landarztquote werden im Voraus geblockt und die Bewerbung läuft über eine eigene Stelle des jeweiligen Bundeslandes.